
Schauspielerin Jutta Bärsch inszeniert historische Figuren nach Christine BrücknerUngehaltene Reden ungehaltener Frauen
ALSFELD (ol). Die Schauspielerin Jutta Bärsch präsentiert am 7. März um 19 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche Alsfeld eine szenische Darstellung von Christine Brückners „Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“. In dieser Aufführung verkörpert sie vier beeindruckende Frauen der Geschichte aus verschiedenen Epochen, indem sie ihnen eine Stimme verleiht, die in der traditionellen Geschichtsschreibung oft fehlt.
Ein schauspielerisches Kabinett-Stück bietet Jutta Bärsch mit der szenischen Darstellung von vier Monologen aus Christine Brückners Sammlung „Ungehaltene Reden, ungehaltener Frauen“. Vier unterschiedlichen Frauengestalten von der Antike bis zum 19. Jahrhundert wird die Künstlerin darstellen. Mit jeweils stilgerechten Kostümen und wenigen Requisiten bietet sie dem Publikum abwechslungsreiche Einblicke auf vier beeindruckende Frauengestalten der Geschichte. Mal heiter als Katharina Luther, mal naiv als Christiane von Goethe, mal verführerisch als Hetäre Megara und auch dramatisch als Königin Klytämnestra gibt sie die fiktiven Reden in szenischen Darstellungen wieder, so heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter der Frauenwochen.
Grundlage für die Darbietung ist das Buch „Wenn du geredet hättest, Desdemona“, ein Klassiker der Frauenliteratur und ein hochinteressanter Blick auf bedeutende Frauen, die in der männlich dominierten Geschichtsschreibung vernachlässigt wurden. Christine Brückner gibt Frauengestalten eine Stimme. In ihren fiktiven Reden zeigt sie Frauen, die sich ins Leben mischen, stark und mutig sind, Kriege verhindern und das Leben mit Liebe bereichern. Die Reden an große Männer aus Literatur und Geschichte sind zwar fiktiv, aber inhaltlich und sprachlich so einfühlsam zugeordnet, als wären sie in dieser Weise gehalten worden.
Jutta Bärsch, Jahrgang 1953, steht seit fünfzig Jahren auf der Bühne. Nach Engagements in Bad Hersfeld und Lübeck, gehörte sie zum Ensemble des Zimmertheaters Rottweil, dessen Leitung sie 1998 auch übernahm. Hier spielte sie die verschiedensten Charaktere von Minna von Barnhelm bis Mutter Courage oder Zeugin der Anklage. 2002 gründete sie das Projekttheater „Bärschs kleine Bühne“, wo sie viele musikalische Produktionen inszenierte und selbst mitspielte. Außerdem unternahm sie zusammen mit ihrem Mann, der Pianist war, Gastspiele mit verschiedenen Themenkonzerten, bei denen sie Filmlieder der 30er Jahre, Operetten- und Klassiklieder sang. Mit „Ungehaltene Reden, ungehaltener Frauen“ geht sie seit 2016 auf Tour.
Die Aufführung findet im Rahmen der diesjährigen Frauenwochen am Freitag, den 7. März, um 19 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche in Alsfeld statt. Der Eintritt kostet 12 Euro.
Fotos: Bärsch
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