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Den Vogelsbergkreis zukunftsfähig machenLandratskandidat Dr. Udo Ornik präsentiert Pläne für den Vogelsbergkreis

MÜCKE (ol). Dr. Udo Ornik, Landratskandidat der Grünen im Vogelsbergkreis, stellte kürzlich in einer öffentlichen Veranstaltung seine Ziele vor. Er möchte den Vogelsbergkreis zu einem Vorreiter in Klimaschutz, Energieversorgung und Digitalisierung machen und setzt dabei auf die Stärkung des regionalen Handwerks. Ornik betonte die Bedeutung von Verantwortung, Engagement und proaktivem Handeln in der Politik und forderte die Bürgerinnen und Bürger auf, ihn bei der Landratswahl am 8. Oktober zu unterstützen.

Dr. Udo Ornik, Landratskandidat der Grünen im Vogelsbergkreis, äußerte sich am Freitagabend laut einer Pressemitteilung in einer öffentlichen Veranstaltung in Mücke über seine Ziele und Pläne für die Zukunft des Vogelsbergkreises.

Nach einer Einleitung von Freddy Plitzko vom Kreisvorstand begann Ornik sich vorzustellen. Er hat ein Physikstudium mit Promotion und Auszeichnung abgeschlossen und an renommierten Institutionen weltweit gearbeitet, darunter das Los Alamos National Lab, das Institut für Theoretische Physik in Kiew, in Berkeley und Sao Paulo sowie die GSI in Darmstadt. Dr. Ornik gründete auch eine IT-Firma im Vogelsberg, die er zwölf Jahre lang leitete. Dort spielte er eine entscheidende Rolle bei der ersten Internetanbindung des Vogelsbergs. Seit fünf Jahren leitet er eine große IT-Abteilung des Landes Hessen (bis zu 500 interne und externe Mitarbeiter), die sich um die IT-Verfahren der Landesministerien kümmert. Politisch ist Dr. Ornik seit fast 40 Jahren Mitglied der Grünen, hat umfassende Erfahrung in der Kommunalpolitik, führt seit 2011 die Kreistagsfraktion und andere Fraktionen und hatte bereits diverse Positionen in verschiedenen Gremien inne.

Seine politischen Schwerpunkte sind Umwelt, Klima, Energie, IT und die Förderung demokratischer Prozesse in kommunalen Parlamenten. Als gebürtiger Vogelsberger fühlt er sich eng mit der Region verbunden und möchte diese weiterentwickeln, heißt es.

Dr. Ornik thematisierte die jüngsten Ereignisse wie Naturkatastrophen, Kriege und die Corona-Pandemie, ebenso wie aufkommende Gefahren durch Künstliche Intelligenz und die rasanten Veränderungen, die heutzutage innerhalb von Jahren statt Jahrzehnten geschehen. Er stellte fest, dass diese Entwicklungen bei vielen Menschen Ängste auslösen. Es gebe vielfältige Reaktionen, wie Menschen mit diesen Ängsten umgehen, und viele dieser Reaktionen spiegelten sich in der Politik wider. Die Furcht vor der unsicheren Zukunft könne zu Verdrängung, erhöhtem Sicherheitsbedürfnis, Stress, Wissensdurst, Isolation, Aktivismus oder dem Bedürfnis nach Gemeinschaft führen. Alle diese Verhaltensweisen bilden sich laut Ornik auch in der Politik ab. Der AFD gelinge es dabei die Menschen einzusammeln, die die Themen verdrängen oder leugnen, um mit den Ängsten umzugehen, so heißt es.

Vor der damit einhergehenden Problematik von Lüge und Propaganda in der heutigen Zeit betonte Ornik die Bedeutung von Verantwortung, Engagement und proaktivem Handeln in der Politik. Dazu gehöre auch, die Menschen mitzunehmen.  Ornik stellte er die Frage: „Warum setzen jene, die vorgeben, die Wahrheit zu kennen, heute auf Strategien à la Putin, Trump und Goebbels – also auf die Macht der Lüge?“ Gemeint seien dabei nicht die Erklärungsmodelle derer, die aus Angst vor der Zukunft Fakten verdrängen, sondern die bewusst fachmännisch produzierte Lüge im Sinne von Propaganda verbreiten. Ornik stellt die Frage, ob angesichts der heutzutage schwierigen Unterscheidung zwischen Lüge und Wahrheit, die Verbreitung von Fehlinformationen nicht stärker sanktioniert werden sollte.

Ornik betonte, er wolle den Vogelsbergkreis zu einem Vorreiter in Klimaschutz, Energieversorgung und Digitalisierung machen. Das regionale Handwerk soll dabei eine wichtige Rolle spielen. Weiterhin setzt er sich für die Stärkung der regionalen Wirtschaft, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und die Verbesserung der Lebensqualität im Vogelsbergkreis ein. Als Voraussetzung dafür sieht er eine „Netto-Null-Strategie“, bei der es darum geht, für neue Eingriffe in die Natur, alte Schäden zu kompensieren.

Die Diskussionen des Kandidaten mit dem Publikum hätten großen Raum eingenommen.  Themen wie die A49, das Gebäudeenergiegesetz, die Kritik an der schleppenden Umsetzung von Genehmigung  bei PV-Anlagen, der Praxis der Rechtsprechung bei der Umsetzung von Ausgleichs- und Klimamaßnahmen, der Möglichkeiten und Gefahren von Künstlicher Intelligenz und alternativen zu regenerativen Energien wie weltallstationierter Systemen zur Nutzung von Sonnenenergie, Kernfusion oder auch Kernenergie wurden angesprochen und der Landratskandidat ging auf alle Fragen ein. Bei den Themen Umsetzung bei PV Ausgleichs- und Klimaschutzmaßnahmen und der Umsetzung des Gebäudeenergiegesetzes im öffentlichen Bereich versprach der Kandidat im Fall eines Wahlsieges für eine deutliche Veränderung zu sorgen. Kernenergie habe ihre Zeit gehabt und die Politik habe versagt Endlager zu schaffen.

Ornik erinnerte am Ende noch einmal daran, dass in der heutigen Zeit echte politische Auseinandersetzungen fehlen. Diese sorgten dafür, dass Ideen und Konzepte einem Realitätscheck unterzogen würden. Dies vermisse er und Veranstaltungen wie diese sollen das in Zukunft ändern. Er wünschte sich einen weltoffenen und toleranten Vogelsbergkreis, in dem alle Menschen gleichberechtigt und mit Respekt behandelt werden. Ornik rief die Bürgerinnen und Bürger des Vogelsbergkreises dazu auf, ihn bei der Landratswahl am 8. Oktober zu unterstützen.

Ein Gedanke zu “Landratskandidat Dr. Udo Ornik präsentiert Pläne für den Vogelsbergkreis

  1. Den Udo bei der Wahl unterstützen?
    Nee, besser nicht. Wohin grüne Phantastereien führen erleben wir seit gut zwei Jahren hautnah und im Geldbeutel.
    Abgesehen davon ist der Kreis so gut wie pleite und da fragt mann/frau sich, wo die Kohle für grüne Phantastereien herkommen soll.
    Alleine die „weltallstationierten Systeme zur Nutzung von Sonnenenergie“ zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht und ist eine der Innovationen, die der Kreis braucht.

    Es ist schön, wenn sich im demokratischen Wahlprozess mehrere KandidatenInnen aufstellen lassen, aber die Grünen sind für den Kreis einfach zu phantastisch und weniger an der Realität orientiert, die geboten wäre.

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