
Kreis-Jugendbücherei erneuert: wieder mehr Unterricht in die KJB holen“In neuem Look und multimedial fit
ALSFELD (pm). Es gibt sie solange es den Oberstufenstandort in der Krebsbach gibt – seitdem ist die KJB – die Kreis-Jugendbücherei – Anlaufstelle für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler. Aufgrund ihrer außerordentlich guten Lage an der Aula des Oberstufenstandortes der Albert-Schweitzer-Schule in der Krebsbach ist sie sehr gut zu erreichen – auch für die Schülerinnen und Schüler der nahegelegenen Max-Eyth-Schule.
So lag es nah, dass beide Schulen sich zusammentaten: Seit mehr als 15 Jahren wird sie von Albert-Schweitzer-Schule und Max-Eyth-Schule gemeinsam bestückt, und auch der Kreis beteiligt sich regelmäßig an der Ausstattung der KJB. Darüber hinaus stellt der Kreis eine Lernberaterin, die den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften der Schulen jeden Vormittag zur Verfügung steht.
Mit einer Reihe von Maßnahmen wurde die KJB nun fit gemacht für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts und soll mit einem multimedialen Angebot, einer frischen, jungen Ausstattung und neuen Büchereikonzepten wieder mehr junge Menschen anlocken – Menschen, die trotz Internet oder in Ergänzung dazu gerne regelmäßig zu einem Buch greifen. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde weihten die beiden Schulleiterinnen Elisabeth Hillebrand und Claudia Galetzka gemeinsam mit einigen Gästen, darunter die Lernberaterinnen Marianne von Kölichen und Ute Schneeberger sowie Berthold Habermehl vom Schulverwaltungsamt, die „KJB 2.0“ ein.

Jean Rossa vom Projektbüro Schulbibliotheken des Kultusministeriums stellte Zukunftskonzepte von Bibliotheksarbeit vor.
„Es muss uns gelingen, wieder mehr Unterricht in die KJB zu holen“ – dieses Ziel formulierte Elisabeth Hillebrand. Den Rahmen dazu habe man nun geschaffen: mit einem ansprechenden Äußeren, bei dessen Gestaltung die SV ein großes Mitspracherecht hatte, mit einem Ausbau des Bestandes an Literatur und Zeitschriften, aber auch mit der Bereitstellung von Computerarbeitsplätzen, an deren Anschaffung sich der Kreis in nicht unerheblichem Maß beteiligt hat.
Claudia Galetzka von der Max-Eyth-Schule hob die Möglichkeit des selbstorganisierten Lernens hervor, die mit professioneller Unterstützung in der KJB gegeben ist. Lernprozesse selbst steuern lernen, sei von großer Bedeutung für die jungen Menschen. Gerade in Zeiten knapper Ressourcen sei es dabei wichtig, Synergien zu nutzen und Kooperationen einzugehen, betonte die Schulleiterin.
Jean Rossa, Lehrerin an der Albert-Schweitzer-Schule und mit zehn Stunden abgeordnet in das Projektbüro Schulbibliotheken des Kultusministeriums, stellte den Gästen ein Konzept vor, das Bibliotheksnutzung von Anfang an, also ab der 5. Klasse vorsieht. Neben verschiedenen Projekten zur Leseförderung für die Kleineren und Recherche- und Quellenarbeit mit den größeren Schülerinnen und Schülern plane man im Rahmen des Projektbüros Schulbibliotheken, auch andere Fächer mehr mit der Bibliothek zu verknüpfen, so Rossa. „Nicht nur Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, auch Naturwissenschaften und Erdkunde sollten in der Fokus der Bibliotheksarbeit rücken.“
Weitere Ausblicke zur intensiveren Nutzung der Bibliothek gab Marianne von Kölichen. Die Lernberaterin der Max-Eyth-Schule stellte das Nutzungskonzept der KJB als Lernzentrum vor. Wie von Claudia Galetzka zuvor schon betont, stehe die Vermittlung von Methoden im Vordergrund, die selbstständiges Arbeiten ermöglichen. So sollen richtiges Zitieren, sorgsamer Umgang mit Quellen und Bildern aus dem Internet oder „Netikette“, also die Umfangsformen im E-Mail-Verkehr vermittelt werden. Auch eine Schreibegleitung bei umfangreichen Projekten wie Hausarbeiten oder Präsentationen bietet von Kölichen im Lernzentrum an. Sie plädierte dafür, die hochwertige Ausstattung der KJB zu nutzen. Gerade im Bereich diverser Prüfungsvorbereitungen sei der Standort hervorragend ausgestattet. Die Lernberaterin lobte den Austausch der beiden Schulen: von den jeweiligen Angeboten könnten alle Schülerinnen und Schüler durchaus profitieren.
Mit dem Relaunch der KJB erhoffen sich Schulen und Kreis eine intensivere Nutzung der Kreis-Jugendbücherei, die mehr und mehr zu Mediathek werden soll: „Auch im Internetzeitalter ist die Arbeit mit Fachliteratur und Fachzeitschriften ein wichtiger Bestandteil von Recherche- und Quellenarbeit“, war man sich bei der Feierstunde einig.
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