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Renate Janner wurde nach 34 Jahren als Geschäftsführerin verabschiedetDie Landsenioren sind ein Aktivposten im ländlichen Gebiet

EUDORF (ol). Renate Janner wurde bei der Mitgliederversammlung der Landsenioren in Eudorf nach beeindruckenden 34 Jahren als Geschäftsführerin verabschiedet und mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Die Versammlung unterstrich die Bedeutung des Vereins als Bindeglied zur Politik und fand in harmonischer Atmosphäre statt. Neben den Ehrungen erfolgte die einstimmige Wahl des Vorstands und eine informative Präsentation der Arbeit der Alsfeld Tafel.

Blauer Himmel und wärmender Sonnenschein, solch ein Bild kann man sinnbildlich auf die Versammlung der Landsenioren in Eudorf, die im Hotel „Zur Schmiede“ stattfand, übertragen. Denn die Harmonie und Einstimmigkeit in der Mitgliederversammlung war Ausdruck für die gute Zusammenarbeit. Vorsitzende Ute Richter, Eudorf, begrüßte die Anwesenden mit einem Gedicht über den Frühling, der doch die schönste Zeit des Jahres sei, weil das  Leben wieder neu erblühe, so heißt es in einer Pressemitteilung der Landsenioren.

Neben den Mitgliedern, wurde besonders begrüßt, der Vorsitzende des Landesvorstandes Armin Müller, Volker Lein als Vorsitzender des Bauernverbandes, Ortsvorsteher Edgar Merle, die Beisitzerin im Bezirkslandfrauenverein Bernadett Rühl, und der Ehrenvorsitzende Gerhard Ziegler. Danach wurde den verstorbenen Mitgliedern gedacht.
Armin Müller dankte für die Einladung, und sagte, dass die Landsenioren in der Vergangenheit durch die Grüne Ministerin für Landwirtschaft stiefmütterlich behandelt worden seien. Seit dem Regierungswechsel sei dies anders, und man stehe in ständigem Kontakt. Allgemein sei die politische Lage nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt sehr fragil, und die Unsicherheit sei in der Bevölkerung sehr groß. Deswegen seien die Landsenioren ein wichtiges Bindeglied zwischen der Basis und der Regierung. Man müsse zu gewissen Themen immer öffentlich Stellung beziehen, um gehört zu werden.

Die Hessenwahl in  2023 habe den Bauernverband beflügelt, die Kontakte seien wieder mit dem Ministerium aufgebaut, und neu konstruiert worden, und somit komme die Landwirtschaft wieder in die Gänge, so argumentierte Volker Lein. Der ländliche Raum müsse gestärkt werden, und die Überbürokratisierung in Deutschland als auch in der EU müsse endlich beendet werden.

Anschließend legte Renate Janner den Geschäftsbericht vor. Ihm war zu entnehmen, dass man im vergangenem Jahr ein Ausflug in den Vogelsberg mit der Besichtigung des Vulkanmuseums in Schotten unternahm und den Frankfurter Flughafen besichtigte. Ein Sommerfest wurde in der Hardtmühle durchgeführt und ein Adventsnachmittag gestaltet.

Für dieses Jahr ist die Besichtigung des Dernbacherhofes und die Gedenkstätte Point Alpha vorgesehen. Renate Janner gab auch einen konstanten Kassenbericht ab, und die Revisoren Wilfried Steuernagel und Hans Pfeiffer, beide aus Eudorf, bescheinigten eine korrekte Buch- und Belegführung. Als neue Prüferinnen wurde Mechthild Steuernagel, Eudorf, und Renate Keil, Kestrich gewählt. Danach erfolgte eine einstimmige Entlastung des Vorstandes.

Renate Janner war die gute Seele der Landsenioren, und hat große Fußstapfen in ihrer 34-jährigen Tätigkeit hinterlassen, so Armin Müller. Seit der Gründung der Vereinigung in 1991 war ihr die Arbeit nie zu viel, und man konnte sich auf ihr Organisationstalent immer verlassen. Sie wurde dafür mit der Goldenen Ehrennadel einer Urkunde, und einem Präsent ausgezeichnet. Ute Richter dankte auch für die lange Dienstzeit, und sagte, dass der Verein ihr am Herzen gelegen habe, und sie mit Liebe und Hingabe ihren Job ausübte. Für 20-jährige Vorstandstätigkeit wurde Alfred Keil, Schellnhausen, und Margot Herdt, Otterbach, mit einer Urkunde und Ehrennadel ausgezeichnet.

Ortsvorsteher Edgar Merle überbrachte die Grüße von Bürgermeister Stephan Paule und der Stadt Alsfeld, und sagte, dass Eudorf schon immer das „Mekka“ der landwirtschaftlichen Versammlungen gewesen sei. Er freue sich, dass die Landsenioren hier verweilten.  Er fungierte anschließend als Wahlleiter und dankte allen Mitgliedern für ihr Engagement. In Minutenschnelle wurde der Vorstand einstimmig gewählt.  Erste Vorsitzende Ute Richter (Eudorf), Zweite Vorsitzender Udo Kornmann, (Zell), Rechnerin Karin Schott (Windhausen) , Beisitzer Rudi Hill (Ohmes), Heinz Adolf Koch (Leusel), Werner Lutz (Hainbach), Ortrun Wald (Angenrod), Bernd Schneider (Ober Gleen).

Als Vorsitzender der Alsfeld Tafel informierte Walter Bernbeck die Anwesenden über die Arbeit der Tafel. Es seien 100 Personen ehrenamtlich tätig und in vier Tagen werde in drei Schichten gearbeitet. Seit dem Ukrainekrieg in 2022 seien es 800 berechtigte Abnehmer, die am Anfang überprüft werden und die Zahl der Spender gehe zurück. Die Ausgabe sei nicht immer einfach und die Bürokratisierung mache die Arbeit immer schwieriger. Mit dem Satz „der Vorstand wünscht euch alles Gute, besonders von der Ute“, beendete die Vorsitzende die Versammlung und ein gemeinsames Kaffeetrinken schloss sich an.

Foto: Edgar Merle

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