Bürgerbeteiligung in Homberg (Ohm): Erfolgreicher Auftakt für nachhaltiges StadtentwicklungskonzeptStadtgespräch startet Freiflächen- und Spielplatzprojekt für ein zukunftsfähiges Homberg
HOMBERG OHM (ol). In Homberg (Ohm) wurde im Rahmen des Programms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ ein öffentlicher Beteiligungsprozess zur Entwicklung eines Freiflächen- und Spielplatzkonzepts gestartet. Beim Stadtgespräch arbeiteten Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Fachleuten an Ideen zur Aufwertung wichtiger Orte wie dem Rathausplatz und dem Schlossberg. Die Vorschläge werden nun ausgewertet und bei einem weiteren Stadtgespräch am 18. März vertieft diskutiert.
Im Rahmen des Programms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) – gefördert vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen – wird bis Ende Mai 2025 ein Freiflächen- und Spielplatzkonzept für die Stadt Homberg (Ohm) erstellt, das berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung.
Am 28. Januar waren alle Homberger Bürgerinnen und Bürger eingeladen, gemeinsam mit dem für das Konzept beauftragten Büro „plan zwei“ aus Hannover beim öffentlichen Stadtgespräch zu diskutieren: Es ging um wichtige Freiräume und Aufenthaltsorte für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, um charakteristische Orte in der Homberger Innenstadt und um Wegeverbindungen, die attraktiver gestaltet sein sollten oder bereits jetzt schon positiv wahrgenommen werden. Das Ziel ist es, die Stadt langfristig so zu gestalten, dass sie zum Verweilen einlädt, zum wichtigen Ort der Freizeitgestaltung für Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste wird und auch im Hinblick auf klimatische Veränderungen sowie Extremwetterereignisse zukunftsfähig aufgestellt ist. Hierfür diskutierten die fast 30 Teilnehmenden angeregt. Vier Fokusräume wurden näher betrachtet: der Rathausplatz, der Schlossberg, das Wegelchen und der Friedhof. Die Teilnehmenden benannten Stärken und Schwächen der vier Fokusräume und äußerten Wünsche und Ideen, wie diese Orte zukünftig gestaltet sein können. Beispielsweise gab es den Hinweis, das Wegelchen als wichtigen Verbindungsweg und Aufenthaltsort durch Bepflanzung und spielerische Elemente für alle Generationen aufzuwerten. Zum Schlossberg wurde unter anderem festgehalten, dass es bereits ein sehr attraktiver Ort ist, aber weitere Ehrenamtliche gesucht werden, die sich für den Erhalt engagieren. Der Rathausplatz ist ein wichtiger Ort, dem aber aktuell eine geringe Aufenthaltsqualität bescheinigt wurde. Und auch der Friedhof könnte durch entsprechende Maßnahmen wieder mehr an Attraktivität gewinnen.
Bereits mittags hatte ein Schülerinnen-Workshop mit der Mädchen AG der Ohmtalschule stattgefunden. Die Schülerinnen nannten schöne und für sie schlecht nutzbare Orte und Wege auf dem Schulgelände sowie in der Innenstadt Hombergs und haben Ideen eingebracht, diese Bereiche v. a. für Kinder und Jugendliche zu verbessern. „Die Sicherheit der Schulwege haben wir bei unserer Befragung besonders intensiv in den Blick genommen“, so Bürgermeisterin Simke Ried. Insgesamt liege es der Stadt am Herzen, die im ISEK entstehenden Konzepte eng miteinander zu verzahnen: „Alle Ideen sollen letztlich ineinandergreifen und dazu führen, dass sich alle Generationen gerne auf den Weg in die Stadt machen: sicher auf dem Weg, mit Vorfreude auf die Innenstadt und die schönen Orte und Begegnungen dort“.
Die gesammelten Ideen und Anmerkungen werden im nächsten Schritt ausgewertet und es wird geprüft, was im Rahmen des Freiflächen- und Spielplatzkonzepts umsetzbar sei und zu Maßnahmenvorschlägen weiterentwickelt werden kann. Am 18. März wird es hierzu ein weiteres öffentliches Stadtgespräch für die Bürgerinnen und Bürger geben, auf der sie dazu eingeladen sind, diese Maßnahmen für ein zukunftsfähiges und grünes Homberg (Ohm) zu diskutieren.
Foto: plan zwei
Geht unsere Verwaltung mit geschlossenen Augen durch Homberg? Ich bin fast jeden Tag zu Fuß unterwegs und immer woanders. Ich sehe keine Kinder auf den Spielplätzen mit Ausnahme der Kindergärten. Grünflächen haben wir ebenfalls genug. All diese Einrichtungen und Plätze müssen auch gewartet (Spielgeräte), gepflegt und gereinigt werden. Mir fällt auf bei meinen Rundgängen, dass schon heute die Mitarbeiter des Bauhofes es nicht mehr leisten können alle öffentlichen Plätze und Wege sauber zu halten. Hier müssen die Führungskräfte und Allen voran die Bürgermeisterin erst einmal dafür sorgen tragen, dass dies geschieht. Organisieren Sie erst mal Ihre Verwaltung. Wie gesagt, die Steuergelder sind bei anderen Baustellen besser und priorisierter einzusetzen.