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Auftaktveranstaltung mit Input aus Wissenschaft und PraxisChancen der Bioökonomie im Vogelsberg

VOGELSBERG (ol). Die Auftaktveranstaltung zur Bioökonomie im Vogelsberg am 8. November bietet einen Einblick in die Erfolgschancen nachwachsender Ressourcen wie Pilzen und Gras und deren Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. Mit Vorträgen aus Wissenschaft und Praxis soll die Entwicklung von Ideen und Anwendungsbereichen gefördert werden.

Naturdämmstoff aus Pilzen, Verpackungen aus Gras und Folien aus Maisstärke: Zahlreiche nachwachsende, biobasierte Ressourcen aus der Natur könnten in Zukunft Erdöl und andere fossile Rohstoffe ersetzen und lassen sich in vielen Lebensbereichen für innovative Prozesse und Produkte weiterverwerten. Aber wie genau kann die Region Vogelsberg davon profitieren und wie unterstützt beispielsweise die sogenannte Bioökonomie die regionalen Wertschöpfungsketten? Fragen, auf die die Bioökonomie-Auftaktveranstaltung des Vereins Region Vogelsberg am Mittwoch, den 8. November, ab 18 Uhr Antworten finden will.

Denn in der „Kulturscheune Wilder Mann“ in Bermuthshain gehe es in Vorträgen aus Wissenschaft und Praxis darum, welche Bereiche der Bioökonomie etwa im Vogelsberg erfolgsversprechend seien, wie etwa Akteure zusammenarbeiten könnten und wie eine an Wertstoffkreisläufen, dem Nutzen von erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffen orientierte Ökonomie aussehen könne. Denn Bioökonomie kann einen wichtigen Beitrag für Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz leisten und bietet Wirtschaft, Industrie und Landwirtschaft gleichzeitig große Chancen für Innovationen, Wertschöpfung und zukunftsfähige Arbeitsplätze, heißt es in der Pressemitteilung.

Nach einer kurzen Begrüßung von Dr. Jens Mischak, Wirtschaftsdezernent und Erster Kreisbeigeordneter, startet Prof. Dr. Klaus Peter Ebke, Honorarprofessor Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Bodenkunde und Bodenerhaltung, Wissenschaftlicher Leiter des FNU Forschungszentrums Neu-Ulrichstein, mit seinem Vortrag. Er informiert aus wissenschaftlicher Sicht zum Thema „Bioökonomie – Zukunftsvision oder ein alter Hut?“. Anschließend übernimmt Dr. Jochen Michels von der Geschäftsstelle BioBall, Wissenschaftlicher Referent bei der DECHEMA e.V., Fachbereich Biotechnologie. Er stellt den Praxis-Teil und den „Innovationsraum BioBall: Neue Wertschöpfung in der Metropolregion durch zirkuläre Bioökonomie“ vor, so heißt es.

Im Anschluss soll es um die erste Entwicklung bioökonomischer Anwendungsbereiche im Vogelsbergkreis, um Austausch und um Ideensammlung gehen.

Mit Hilfe der Veranstaltungsreihe „Bioökonomie im Vogelsberg“ will das LEADER-Regionalmanagement des Vereins Region Vogelsberg biobasierte Innovationen fördern und gemeinsam Potenziale entwickeln. Die Veranstaltungsreihe biete allen Interessierten der Region eine Plattform zum Austausch. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung über www.region-vogelsberg.de/veranstaltungen-2/ bis zum 1. November wird gebeten.

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