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ZOV-Energie, Wasser und Landesgartenschau im BlickGRÜNE fordern mehr Engagement von OVAG in Energiewende und Landesgartenschau

VOGELSBERG (ol). Die GRÜNEN Landratskandidaten Thomas Zebunke und Dr. Udo Ornik fordern in einem Antrag zur nächsten Verbandsversammlung des Zweckverbandes Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) detaillierte Strategien und Planungen zur Energiewende von der OVAG. Sie setzen sich zudem für die Unterstützung der Landesgartenschau 2027 mit dem Fokus auf „Wasser“ ein und fordern eine bessere kommunale Wärmeplanung sowie den Ausbau von PV-Anlagen und E-Ladesäulen.

Die GRÜNEN im Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) werden laut einer Pressemitteilung mit Forderungen zur Gewinnung erneuerbarer Energien und Trinkwassersicherung in die nächste Verbandsversammlung an die Rolle der OVAG gehen. Dazu äußerten sich kürzlich die beiden Landratskandidaten der GRÜNEN, Thomas Zebunke im Wetteraukreis und Dr. Udo Ornik im Vogelsbergkreis.

So fragen die GRÜNEN in einem Antrag nach detaillierten Strategien und Planungen zur Vorbereitung des OVAG-Konzerns auf die Energiewende, heißt es. Der prognostizierte Rückgang des Stromabsatzes, der Ausbau von E-Ladestationen, der Übergang zu Smart-Grid-Technologien seien Herausforderungen, auf die der Konzern endlich reagieren müsse.

Dr. Udo Ornik, zugleich Vorsitzender der ZOV-Fraktion: „Die Energiewende ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Wir müssen sicherstellen, dass unsere lokalen Energieversorger proaktiv, innovativ und zukunftssicher agieren. Abwarten schadet den Bürgern, den Kreisen und dem ÖPNV, der durch die OVAG-Gewinne mitfinanziert wird.“

Die Landesgartenschau 2027 findet in Oberhessen statt. Die GRÜNEN wollen wissen, wie ZOV/OVAG die Großveranstaltung unterstützen werde, insbesondere in Hinblick auf das prominente Thema „Wasser“.

Thomas Zebunke wirbt dafür, dass die OVAG die Gelegenheit nutzt: „Wasser soll auch Thema der kommenden Landesgartenschau in Oberhessen werden, die ich auch als Leistungsschau der ländlichen Regionalentwicklung für das nächste Jahrzehnt sehe“, und weiter, „Wasser ist unser Lebenselixier, wir dürfen Trinkwasser nicht mehr verwenden, um Toiletten zu spülen. Auch die Stadt Frankfurt muss spürbar Wasser einsparen. Oberhessen ist kein Ressourcenspender für die umliegenden Großstädte. Wir erwarten von ZOV/OVAG einen Wandel vom Wasserversorger zum Wassersicherer.“ In diesem Zusammenhang sprechen sich Zebunke und Dr. Ornik für einen neuen Vertrag mit Hessen-Wasser aus, der diesem Umstand Rechnung trägt, heißt es.

Weiteres Zukunftsthema, die kommunale Wärmeplanung. Die GRÜNEN thematisieren die Wärmeversorgungsangebote der OVAG. Sie fordern, dass die Geschäftsführung in ihrem jährlichen Bericht dazu sowohl auf die veränderten Bedingungen als auch auf die zahlreichen Aktivitäten in den Verbandskommunen eingehe. Die OVAG wäre der natürliche Partner der Kommunen bei der Umstellung auf das klimaneutrale Heizen. Außerdem tut sich hier ein Geschäftsfeld auf, dass die OVAG nutzen muss, so die Landratskandidaten.

Thema, auch in der Öffentlichkeit, sei die Verzögerung bei der Genehmigung von PV-Anlagen und der mangelnde Ausbau von E-Ladesäulen. Dr. Ornik: „Es ist unerlässlich, dass wir den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. Die GRÜNEN im Bund liefern den nötigen Rückenwind. Dazu passt es nicht, dass sich Bürgerinnen und Bürger Monate lang auf den Anschluss ihrer PV-Anlagen durch die OVAG warten müssen. Deshalb setzen wir GRÜNEN auch diesen Punkt auf die Agenda der nächsten Sitzung.“ Zudem weist Dr. Ornik darauf hin, dass die OVAG deutlich unterhalb des Bundesdurchschnitts beim Ausbau des E-Ladenetzes liege. Sie müsse mindestens schon die dreifache Zahl der Ladesäulen aufgestellt haben. Sie laufe damit Gefahr gegen Mitbewerber an Boden zu verlieren.

Insgesamt hätten die Anträge und Anfragen der GRÜNEN ein klares Bild gezeigt: Sie fordern von den lokalen Energieversorgern mehr Transparenz, Proaktivität und Engagement in der Energiewende und nachhaltigen Entwicklung, so heißt es abschließend.

Ein Gedanke zu “GRÜNE fordern mehr Engagement von OVAG in Energiewende und Landesgartenschau

  1. Die Grüne und die OVAG stehen auf der Bremse wenn es um die Energiewende geht, ist auch leicht zu verstehen wer sägt schon gerne den Ast ab auf dem er sitzt. Fragt doch den Bernhardt Becker aus Romrod der könnte euch sagen was gemacht werden muss.

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